Hunde impfen?!?

Mein Vesuch, dieses vertrackte Thema sachlich aufzuarbeiten.

Vorab: Ich schreibe hier nicht als Expertin zum Thema, ich bin weder Veterinär-Medizinerin noch wissenschaftlich tätig. Ich bin „nur“ eine verantwortungsbewusste Hundehalterin und Hundetrainerin. Als letztere werde ich manchmal von meinen Kunden zum Thema „Impfen“ befragt.  Als erstere möchte ich natürlich – wie jeder andere Hundebesitzer auch – nur das Beste für meine Tiere.  Also sah ich mich in der Pflicht über das Thema zu recherchieren, spätestens als ich von gravierenden Impfschäden einiger Tiere erfuhr und gleichzeitig mitbekam, dass man von den Tierärzten keine weiterführenden Informationen bekommen kann. Folgendes Zitat von Frau Dr.  med. vet. Jutta Ziegler („Hunde würden länger leben, wenn …“) kann dies veranschaulichen:

„Den Tierbesitzern hat man schnell eingeredet, wie gefährlich es werden kann, sollte er sein Tier nicht regelmäßig impfen. So in etwa „Wenn Ihr Hund/Katze aufgrund unzureichenden Impfschutzes krank wird, müssen Sie das selbst verantworten“. Das ist einfach unfair, sowohl dem Tierbesitzer als auch dem Tier selbst gegenüber. Das ist ein reines Geschäft mit der Angst und dem schlechten Gewissen!“

Mir selbst ist es passiert, dass ein Tierarzt eine Tollwutimpfung mit einer Schutzdauer laut Hersteller von drei Jahren nur für ein Jahr in den Impfpass meines Hundes eingetragen hat. Leider habe ich dies zu spät bemerkt (heute passe ich besser auf). Als ich daraufhin mit der Bitte im Korrektur des „Fehlers“ an den Tierarzt herantrat, wurde dies abgelehnt, einen Kommentar dazu gab es nicht. Der Laie wundert sich, der Fachmann – sollte – staunen. In einem anderen Zusammenhang haben Tierärzte auch konkret versucht, mir das von Dr. Ziegler beschriebene „schlechte Gewissen“ einzureden.

Wie gesagt, jetzt sah ich mich in der Pflicht, mir eine eigene Meinung zu bilden und dies möglichst so fundiert, dass ich den Ärzten im Fall eines Falles die Stirn bieten kann. Folgendes ist bei meinen Recherchen herausgekommen:

Grundsätzliches: Welpenimpfungen, die gegen fünf bis sieben Krankheiten schützen sollen, bestehen – vereinfacht ausgedrückt – aus abgeschwächten Dosen genau der Krankheiten, gegen die sie eigentlich wirken sollen (im schlimmsten Fall können die Tiere dann auch genau diese Krankheit durch die Impfung bekommen). Sie werden dem Tier gespritzt, damit das Immunsystem lernt, die entsprechenden Krankheitserrreger zu erkennen und mit einer stärkeren Version der Krankheit fertig zu werden. Dieses System funktioniert aufgrund von Antikörpern, den Kampfpartikeln des Körpers, die virale und bakterielle Eindringlinge umschließen und vernichten. In den fünf- bis siebenfach Impfungen finden wir bereits das erste Problem. Der kleine Hundeorganismus wird regelrecht torpediert. Schonender und auch besser wirksam wäre es, nicht mehr als zwei bis drei Impfstoffe zu kombinieren.  Hier mal eine kleine Liste möglicher Impfnebenwirkungen/Impfschäden: Schockzustände bis hin zu Herzstillstand und plötzlichem Tod, allergische Reaktionen der Haut, Juckreiz, Unruhe, Atemnot, Benommenheit, Durchfall, Erbrechen, Verfärbung des Haarkleides, Haarausfall an der Einstichstelle, Nekrosen, immunbedingte Entzündungen der Blutgefäßwände (Vaskulitis), Anämien, Koordinationsstörungen, Polyarthritis, immunbedingte Erkrankungen der Schilddrüse (überhaupt Autoimmunerkrankungen), verstärkte Anfälligkeit für bakterielle Infektionen (Ohr-/Harnwegsentzündungen),  Impfsarkom (Krebsgeschwulst). Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Jetzt zu den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission Veterinär (Stand Juli 2013)

Impfplan Welpen-Grundimmunisierung (alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren, d.h. im Alter von

8 Lebenswochen: Hepatitis CC, Parvovirose, Staupe, Leptospirose

12 Lebenswochen: Hepatitis CC, Parvovirose, Staupe, Leptospirose

16 Lebenswochen: Hepatitis CC, Parvovirose, Staupe Tollwut

15 Lebensmonaten: Hepatitis CC, Parvovirose, Staupe, Tollwut, Leptospirose

Meine Meinung: Diese Impfungen (mit Ausnahme Leptospirose) sollte jeder Welpe erhalten. Die Imfpung gegen Tollwut vor dem Zahnwechsel ist umstritten. Wenn man Glück hat, findet man einen Tierarzt, der die Tollwutimpfung nur einmal und dann auch erst nach dem Zahnwechsel impft (laut Hersteller Pfizer (vanguard, enduracell) ist eine einmalige Impfung absolut ausreichend, um einen drei Jahre anhaltenden Schutz zu erreichen. Ist der Welpe so geimpft worden, gilt er als ganz offiziell „grundimmunisiert“.

Zwischenfrage: Warum müssen Welpen dreimal geimpft werden? Es wird hierdurch leider kein besserer Impfschutz erreicht. Welpen werden nur deshalb mehrmals hintereinander geimpft, weil eine geimpfte Hündin nach der Geburt über die Muttermilch die Schutzstoffe an die Welpen weitergibt. Diese Antikörper werden in den ersten Lebenswochen abgebaut. Die Geschwindigkeit, mit der das passiert ist von verschiedenen Faktoren abhängig und von Welpe zu Welpe unterschiedlich. Da der Organismus des Welpen jedoch bei noch vorhandenen Antikörpern auf die Impfung nicht so reagiert, wie er sollte (nämlich mit der Neubildung von Antikörpern und Ausbildung eines Immungedächtnisses) impft man einfach dreimal, in der Hoffnung, dass eine der Impfungen erfolgreich sein wird. Daher ist dann auch laut Impfkommission: ab einem Alter von 12. Lebenswochen eine zweimalige Impfung im Abstand von 3-4 Wochen gefolgt von einer weiteren Impfung nach einem Jahr für eine erfolgreiche Grundimmunisierung ausreichend.

Die Impfkommission zu den Wiederholungsimpfungen:

Leptospirose: jährliche Wiederholungsimpfungen (in Endemiegebieten häufiger)

HCC, Parvovirose und Staupe: Wiederholungsimpfungen ab dem zweiten Lebensjahr in dreijährigem Rhythmus sind nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ausreichend.

Meine Meinung: Die wichtigen Impfungen für Hunde (Core Komponenten außer Leptospirose) schützen weit länger als drei Jahre.  Die Dreijahrsfrist erscheint vor dem Hintergrund der Langzeitstudien (USA) rein willkürlich und angepasst an den 3-Jahres-Rhythmus der Tollwutimpfung (früher: Tollwut jedes Jahr, alle anderen Impfungen auch jedes Jahr). Die Grundimmunisierung gegen Staupe, Parvovirose und Hepatits müssen alle Hunde erhalten, obwohl diese Krankheiten bei uns kaum noch vorkommen, von Hunden aus dem Ausland aber eingeschleppt werden können. Sie schützen nach richtiger Grundimmunisierung viele Jahre (laut Prof. Ronald Schultz lebenslang).

Nun schauen wir etwas genauer hin:

Fakten Staupe-Impfung

Langzeitstudien (USA und England) ergaben durch Imfpantikörpermessung eine 15 Jahre anhaltende Schutzwirkung. Studien mit Belastungsinfektion der Tiere ergaben, dass die Tiere noch nach 7 Jahren geschützt waren (länger wurde nicht getestet). Die Staupe Impfung hat einige Nebenwirkungen, die zum Teil auch tödlich verlaufen können.

Gegen Staupe kann man nur in Kombination mit Parvo und /oder Hepatitis impfen. Die Impfstoffe sind von unterschiedlicher Wirksamkeit, das ist einer der Gründe für Erkrankungen bei geimpften Tieren ein weiterer ist das Auftreten neuer Virustypen).

 Fakten Hepatitis-Impfung

Gut wirksam, nach US-Untersuchungen bestehen Impfantikörper mindestens neun Jahre, Schutz bei Testinfektion wurde für mindestens sieben Jahre nachgewiesen. Besondere Nebenwirkungen sind heutzutage nicht bekannt. Impfstoffe enthalten heute den Virustyp CAV2, der nah verwandt mit dem eigentlichen caninen Hepatitisvirus ist und als Zwingerhustenerreger gilt. Nur in Kombination erhältlich.

Fakten Parvovirose-Impfung

Nebenwirkungen: Schwächung der Abwehr (vorübergehend), wie bei allen Impfstoffen Gefahr einer allergischen Reaktion bis hin zum Schock. Parvo gibt es als Einzelimpfstoff und in Verbindung mit Staupe und Hepatitis. Laut Hersteller eines Parvo-Einzelimpfstoffes ist eine Impfung ab einem Alter von 12 Wochen und älter für die Grundimmunisierung ausreichend.

Mein Fazit zu SHP : Nachimpfungen alle drei Jahre (früher jährlich) halte ich nicht für sinnvoll und notwendig. Wie die besagten Studien gezeigt haben, schützt eine wirksame Grundimmunisierung lebenslang.

“ Ist nach der Grundimmunisierung ein Titer vorhanden, zeigt das an, dass das Tier (oder der Mensch) auf die Impfung reagiert hat. Dann hat es auch Gedächtniszellen: B-Zellen für die Antikörperproduktion und T-Zellen für die zellvermittelte Abwehr der Krankheit. Das gilt nicht für alle Impfungen, doch es gilt für die Impfungen gegen die wichtigen Virusinfektionen Staupe, Parvo und Hepatitis.“

Zitat aus „Haustiere impfen mit Verstand“, Monika Peichl.

Meine Meinung: Wem es Sicherheit gibt, der kann eine Titerbestimmung machen lassen. Ein niedriger Titer ist kein Grund für eine weitere Impfung.

 Fakten Tollwutimpfung

Heutige Produkte gelten als gut wirksam, schwere Nebenwirkungen sind möglich (der Impfstoff kann z.B. das Nervensystem angreifen). Die dreimalige Impfung nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission widerspricht vielen Impfherstellerfirmen. Z.B. Rabdomun, Enduracell T, Nobivac: Dreijahreseintrag nach nur einer Imfpung!

Eine zweite Änderung (die erste Änderung erfolgte 2006 und führte dazu, dass Tollwut nicht mehr jährlich geimpft werden muss) der Tollwut-Verordnung erfolgte am 04.10.2010. § 4 besagt:

„Hunde- und Katzenausstellungen sowie Veranstaltungen ähnlicher Art mit Hunden und Katzen im gefährdeten Bezirk sind der zuständigen Behörde mindestens vier Wochen vor Beginn anzuzeigen.“

In Deutschland gibt es zur Zeit keine gefährdeten Bezirke mehr, entsprechend keine Anzeigepflicht und keine Notwendigkeit der Kontrollen. Nichtsdestotrotz können Veranstaltungen verlangen, dass eine gütlige Tollwutimpfung vorliegt.

Meine Meinung: Deutschland ist offiziell tollwutfrei, Tiere aus dem Ausland könnten den Erreger aber einschleppen. Rechtlich steht ein geimpfter Hund nach wie vor bei Verdacht auf Kontakt mit Tollwut besser da. § 9 Tollwutverordnung Absatz 1:

„Für Hunde und Katzen ordnet die zuständige Behörde die sofortige Tötung an, wenn anzunehmen ist, dass sie mit seuchenkranken Tieren in Berührung gekommen sind.“ und §9, Absatz 3: „Absatz 1 gilt nicht für Hunde und Katzen, die nachweislich bei der Berührung unter wirksamem Impfschutz standen. Solche Hunde und Katzen sind sofort behördlich zu beobachten und unverzüglich erneut gegen Tollwut zu impfen…“

Daher: Versuchen einen Tierarzt zu finden, der nach dem Zahnwechsel und dann auch nur einmal alle drei Jahre gegen Tollwut impft. Bestimmte Titerwerte braucht man für die Reisen in manche Länder (z.B. Schweden). Dann kann es erforderlich sein, zweimal im Abstand von mindestens drei Wochen zu impfen

Fakten Leptospirose

Kann auch Menschen befallen, Überträger sind viele Arten von Nagern, übertragen wird der Erreger durch infektiösen Urin in Wasser, Erde oder Futter (Aufpassen bei Pfützen etc.!). Meist verläuft die Krankheit milde oder sogar symptomlos, es kann aber auch zu Todesfällen kommen – trotz Behandlung. Den Impfstoff gibt es einzeln und in Kombi mit Tollwut und Kombis mit SHPPi

Die Impfung gegen Lepto ist umstritten, weil Hunde zunehmend an Lepto Arten erkranken, die die Impfstoffe nicht abdecken und weil die Lepto Impfstoffe besonders nebenwirkungsträchtig sind, weil sie aus ganzen Bakterien hergestellt werden (sog. Dirty vaccines = schmutzige Impfstoffe). Nach wissenschaftlichen Untersuchungen sind 60 % der an Lepto erkrankten Hunde trotz regelmäßiger Impfung krank geworden. Und zwar durch einen der Erreger, gegen den die Impfung nichts nützt. Aber nicht nur, dass der Schutz begrenzt ist, er hält auch nicht lange an. Obwohl die meisten Hersteller eine Wirksamkeit für ein Jahr angeben, halten die Impfungen laut US-Studien deutlich kürzer als ein Jahr.

Fazit: Begrenzte Schutzwirkung bei gleichzeitig hohem Risiko unerwünschter Reaktionen. In USA keine Hauptimpfung, wird hier nur bei erhöhtem Druck (Wildkontakt) geimpft und dann auch erst ab der 12. Woche, wegen des Nebenwirkungsrisikos. Ich schließe mich der Meinung von Prof. Ronald Schultz an: Keine Impfung gegen Leptospirose.

Fakten Zwingerhusten

Viele verschiedene Erreger, Impfstoffe gibt es gegen drei davon (Pi, auch CpiV, das ist der canine Parainfluenzavirus sowie das canine Adenovirus 2, CAV 2, welches jeder Hund mit der Hepatitis-Impfung erhält und den bakteriellen Erreger Bordatella bronchiseptica – B, b). Erkrankung meist harmlos, Symptome verschwinden nach ein bis drei Wochen (Salbeitee, Propolis helfen gut), in hartnäckigen Fällen Antibiotika gegen die bakterielle Sekundärinfektion der angegriffenen Atemwege. Geimpfte Hunde haben meist mildere Symptome als ungeimpfte, aber nicht mal das ist sicher. Impfschutz setzt frühestens nach fünf Tagen ein (intranasal = als Nasenspray), bei Injektion erst nach 14 Tagen.

Laut US Impfempfehlungen schützen Pi Impfungen mindestens drei Jahre (ist in vielen Kombimpfungen enthalten). Bordatella Impfungen, die intranasal gegeben werden, schützen höchstens ein Jahr. Bordatella und Pi intranasal als Kombi auch erhältlich. Dr. Ronald Schultz hält den Zwingerhusten („canine cold“ – Hunde-Erkältung gefällt mir übrigens viel besser) nicht für eine impfpräventable (durch Impfung nicht zu verhütende) Erkrankung.

Meine Meinung: Bei erhöhtem Infektionsrisiko (viele Hunde auf engem Raum) kann man über eine Impfung nachdenken, obwohl der Schutz begrenzt ist, besondere Nebenwirkungen sind aber meist nicht zu erwarten. Durch die durch die Impfung zu erwartende geringere Erregerausschüttung lässt sich eine Massenausbreitung eher verhindern. Gegen CAV 2 sind die Hunde bereits durch die Grundimmunisierung gegen Hepatitis geschützt.

 Impfungen gegen Borreliose lehne ich ab, obwohl es seit 2010 einen Impfstoff gibt, der auch gegen die bei uns vorkommenden Borreliose-Erreger wirkt (die vorherigen Impfstoffe wirkten nur gegen Borrelien, die bei uns in Deutschland nur zu 10 % vorkommen). Der neue Impfstoff ist aber ebenfalls ein Ganzkeimvakzin (dirty vaccines = schmutzige Impfstoffe, wie der Leptospirose Impfstoff). Aus der Humanmedizin ist bekannt, dass es bei diesen Impfstoffen zu schwersten Nebenwirkungen kommen kann.

Auf die weiteren möglichen Impfungen für Hunde möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, empfehle aber bei Interesse folgende Bücher:

„Haustiere impfen mit Verstand“, Monika Peichl,

„Tierärzte können die Gesundheit Ihres Tieres gefährden“, Dr. med. vet. Jutta Ziegler,

„Hunde würden länger leben, wenn …“ Schwarzbuch Tierarzt, Dr. Ziegler.

Frau Dr. Ziegler möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich für ihre zwei o.g. Bücher danken. Endlich eine Tierärztin, die u.a. Fakten gegen die gängige Impfpraxis darlegt. Ich kann jedem Patientenbesitzer nur dringend raten, beide Bücher zu lesen! Hinweis: Ich schreibe hier nur über meine persönliche Meinung als Hundehalterin. Ich kann und möchte niemanden belehren oder bekehren, habe aber eine Bitte: Informiert Euch umfassend zum Wohle Eurer Tiere, und wenn Ihr Euch Eure Meinung gebildet habt: Lasst Euch keine Angst machen, von wem auch immer …

Zum Abschluss drei Zitate, die für sich sprechen:

„Meine eigenen Haustiere werden als Welpen ein- oder zweimal geimpft und dann nie wieder, mit Ausnahme der Tollwutimpfung, die alle drei Jahre gegeben wird (…) Ich verfahre nach diesem Programm seit 1974, und es ist weder bei meinen Haustieren noch bei den Haustieren meiner Kinder und Enkel jemals eine Infektionskrankheit aufgetreten.“

(Professor Ronald Schultz, Universität von Wisconsin, Madison)

„Immunität gegen Masern hält lebenslang, und ich weiß von keinem Veterinär, der von seinem Hausarzt eine jährliche Masernimpfung verlangt. Aber die meisten Kleintierärzte in Europa revakzinieren Hunde jährlich gegen Staupe, und Staupe ist nichts anderes als Hundemasern.“

( Prof. Dr. Marian Horzinek (Universität Utrecht), Veterinary Vaccines and Diagnostics, 1999).

 „Routineimpfungen sind vielleicht das Schlimmste, was wir unseren Tieren antun können. Sie rufen alle möglichen Krankheiten hervor, wenn auch keine, die wir direkt mit dem Impfstoff in Zusammenhang bringen würden.“

(Christin Charnbreau, Tierärztin, http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-impfung-von-haustieren.html)

Donata Schmoldt

Wie finde ich eine gute Hundeschule? Was macht eine gute Hundeschule aus?

1.Tipp

Auf Spaziergängen, beim Tierarzt, und wenn die Gelegenheit besteht bei lokalen Tierheimen, Tierfachgeschäften oder Tierschutzorganisationen nachfragen. Gute Hundeschulen werden weiterempfohlen.

2. Tipp

Das WWW nach Hundeschulen in der Umgebung durchforsten (Zusatztipp: Suchergebnisse ganz oben auf Seiten von Suchmaschinen mit dem kleinen Hinweis „Anzeige zu“ sind Werbeanzeigen – also gekauft – und haben mitden „normal“ gelisteten Ergebnissen nichts zu tun).

Oft haben schon Hundeschulkunden auf einem Bewertungsportal ihren Eindruck von der Hundeschule beschrieben. Findest Du solche Einträge, dann geben diese Kundenmeinungen wieder und sind eine große Hilfe bei der Auswahl.

3. Tipp

Ganz wichtig: Welche Qualifikationen kann der/die Trainer angeben. Sätze wie: „….seit 6 Jahren Erfahrung in der Hundeausbildung.“ oder ähnliche sagen im Grunde nur aus, dass hier der eigene Hund ausgebildet wurde und vielleicht noch der vom Nachbarn …. Der Begriff „Hundetrainer“ ist nicht geschützt, jeder kann ein Gewerbe anmelden und eine Hundeschule eröffnen. Ob er oder sie entsprechende und ausreichende Fachkenntnisse besitzt oder Fähigkeiten in der Erwachsenenbildung (denn um eine solche handelt es sich hier vor allem anderen) verfügt, interessiert keinen Menschen.

4. Tipp

Sind Angaben zu Kursgebühren vorhanden, oder die AGB´s, der Hundeschule veröffentlicht, kann man sich bereits im vorhinein überlegen, ob man mit den Konditionen einverstanden ist. Oder ob man bereit ist,den genannten Preis zu zahlen. Hundeschule sollte für jeden Hundehalter bezahlbar sein, überteuerte Angebote sind abzulehnen.Viele Hundeschulen veröffentlichen ihre Preise, so dass man hier auch direkt vergleichen kann. Sollte dies nicht der Fall sein, mussman ggf. vorher anrufen und nachfragen, um keine böse Überraschungzu erleben.

5.Tipp

Bietet die Hundeschule ein Anschlussprogramm nach Welpen- bzw. Grunderziehungskurs? Gibt es Sport- oder sonstige Beschäftigungs-angebote für den Hund. Erziehung ist wichtig und muss selbstverständlich kontinuierlich fortgeführt werden, aber der Spass mit Hund sollte doch nicht zu kurz kommen (immer nur Fuss, Sitz, Platz ist auf Dauer richtig langweilig). Sind keine solchen Angebote vorhanden, muss man sich in absehbarer Zeit wieder auf die Suche nach einer guten Hundeschule machen. Zusatzangebote rund um den Hund können ein Hinweis darauf sein, dass es sich hier um Profis handelt, die ihren Beruf ernst nehmen – und nicht nur einem netten Hobby nachgehen.
Du hast eine Hundeschule gefunden, angerufen und einen Termin für eine Probestunde vereinbart (die Möglichkeit hierzu bietet eigentlich inzwischen jede Hundeschule an). Wie kannst Du jetzt als Laie entscheiden, ob es sich um eine gute Hundeschule handelt?

6.Tipp

Dass Du höflich und zuvorkommend empfangen wirst und sich Zeit für ein erstes Gespräch mit Dir genommen wird, muss wohl kaum erwähnt werden. Wichtig ist jetzt Dein erster Eindruck. Du kannst beobachten wie der Ton unter den anderen Kursteilnehmern bzw. zwischen Kursteilnehmern und Trainer ist. Wie wirken die Hunde, sind sie freudig erregt, wenn sie aus dem Auto herausgeholt werden oder kneifen sie die Rute ein? Wirkt der Trainer/die Trainerin souverän und kompetent? Ein guter Trainer hat „ein Händchen“ für Hunde, sie mögen ihn und das merkt man auch. Herrscht ein ruhiges, freundliches Klima, so ist dies die richtige Atmosphäre um etwas zu lernen.

7.Tipp

Wie arbeitet der Trainer? Gute Hundeschulen arbeiten viel über Lob, Motivation und Streicheleinheiten. Leckerchen, oder andere geeignete Motvationsmittel, werden zu Anfang neuer Übungen benutzt, es wird aber auch darauf geachtet, diese wieder abzubauen. Gebrüll, Rumgezerre am Hund oder gar Gewaltanwendungen jeglicher Art gehören in graue Vorzeit aber nicht in den Hundeerziehungs-alltag einer guten Hundeschule.
8.Tipp

Ein guter Hundetrainer kann und wird jeden seiner Schritte erklären und gibt bereitwillig Antworten auf Fragen dazu. Ein guter Hundetrainer hilft aktiv bei auftretenden Schwierigkeiten, sei es zwischen Hund und Halter oder auch zwischen den Hunden. Der Trainer einer guten Hundeschule erkennt und benennt Fehlerquellen, um sie gemeinsam mit Dir abzustellen, er oder sie definiert Ziele und möchte diese auch gemeinsam mit den Teilnehmern erreichen. In einer guten Hundeschule steht aber immer das Wohl von Hund und Mensch im Vordergrund, übertriebener Ehrgeiz hat hier nichts zu suchen.

9.Tipp

Ein guter Trainer muss nicht alles wissen, wenn er aber auf 3 von 5 Fragen keine befriedigende Antwort oder bei auftretenden Problemen keine Lösung weiß, solltest Du nochmals seine Qualifikationen hinterfragen. In einer guten Hundeschule werden bei Bedarf oder auf Nachfrage Beratungsgespräche und/oder Einzelstunden vereinbart.
10.Tipp

In einer guten Hundeschule wird trainiert, quatschen kann man vor oder nach den Stunden, aber nicht während dessen, darauf achtet ein guter Hundetrainer. Hör immer auf Dein Bauchgefühl. Du musst Dich wohlfühlen, Dein Hund muss sich wohlfühlen, ihr beide müsst etwas lernen und mit jeder Stunde eurem Ziel näher rücken. Solltest Du dich mit einer Ausbildungsmethode nicht wohlfühlen, sprich das an, ein guter Trainer kann Dir Alternativen nennen. Ansonsten bist Du vielleicht doch nicht in einer guten Hundeschule?!?

Donata Schmoldt

Die Experten der Hundeschule schreiben für Euch

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